Noch Fragen zur Vasektomie?

(auf eine Frage klicken, um Antwort anzuzeigen)

Der Hoden erfüllt im wesentlichen zwei Aufgaben: Erstens die Produktion der Samenzellen und zweitens die Bildung von Testosteron, dem männlichen Sexualhormon. Durch die Vasektomie unterbricht man den Transportweg der Samenzellen. Das Testosteron wird direkt über die Blutbahn an den Organismus weitergegeben und das wird durch den Eingriff nicht verändert. Daher gibt es keinerlei hormonelle Veränderungen und auch keinerlei Folgen, wie z.B.Gewichtszunahme. (Die Vasektomie darf nicht mit einer „Kastration“, wie bei Haustieren verglichen werden!!!). Der Eingriff ist daher eine gute Alternative für Paare, die nach hormonfreier Verhütung suchen.

Prinzipiell gibt es einen mikrochirurgischen Eingriff, bei dem die durchtrennten Samenleiterenden wieder zusammengenäht werden, die sogenannte „Vaso-vasostomie“.

Es gibt wenige spezialisierte Abteilungen, die das anbieten. Die Kosten dafür belaufen sich auf über 3.000.-€ und der Erfolg kann nicht garantiert werden. Daher ist es eine perfekte Verhütungsmethode für Männer, die sich sicher sind, dass ihre Familienplanung abgeschlossen ist.

Wir planen 1 Stunde für eine Vasektomie. Natürlich nimmt der Eingriff nur maximal 15-20 Minuten in Anspruch, vorher gibt es aber noch Organisatorisches zu klären und nach dem Eingriff möchten wir den Patienten noch eine Weile nachbeobachten, um zu sehen, dass sein Kreislauf stabil bleibt.

Der Eingriff wird in meiner Ordination durchgeführt. Die Vasektomie – bestehend aus Aufklärungsgespräch, Eingriff, Nachkontrolle und mindestens 2 Überprüfungen der Samenflüssigkeit zur Feststellung der Unfruchtbarkeit – kostet € 690.-.

Die Samenzellen, die ja weiterhin gebildet werden, müssten den Nebenhoden passieren um dann in den Samenleiter und weiter Richtung Prostata zu kommen. Der Nebenhoden registriert aber, dass die Samenzellen nicht weiterkommen und werden dort rasch abgebaut und vom Gewebe folgenlos aufgenommen. Es entsteht kein Stau oder sonstige Beschwerden. Ein Samenerguss erfolgt weiterhin, da die Spermien nur einen kleinen Teil des Ejakulats ausmachen, ein Unterschied ist kaum festzustellen.

Das ist bei der Non-Scalpel-Vasektomie sehr, sehr unwahrscheinlich.

Wir werden in der urologischen Praxis fast täglich mit diffusen, oft ziehenden Schmerzen im Hoden konfrontiert – und zwar von Männern, die keine Vasektomie hatten. Die häufigste Ursache sind Probleme, die vom Bewegungsapparat ausgehen und über eine Irritation der Nerven, die den Genitalbereich versorgen, diese Schmerzen auslösen. In manchen Fällen wird dann ein falscher Zusammenhang zur Vasektomie hergestellt.

Viele Männer berichten den ersten Geschlechtsverkehr wieder 5-6 Tage nach dem Eingriff.

Nein! Ich empfehle die 3 Tage Schonung wirklich als Erholungstage zu planen. Auch 8-Stunden Schreibtischarbeit sind eine körperliche Belastung.

Öffentliche Bäder und Thermen empfehle ich frühestens 8-10 Tage nach dem Eingriff.

Lange Autofahrten sollten in den ersten 3 Tagen nicht unternommen werden. Es ist eine Belastung für den Körper, auch wenn man es nicht als solche wahrnimmt. Kurze Strecken sind kein Problem.

Bei der Vasektomie befindet sich der Patient in einer bequemen Rückenlage, die Sicht auf das Operationsgebiet ist dadurch nicht möglich. Außerdem ist die Operationsöffnung so klein, dass ich eine Lupenbrille bei diesem Eingriff verwende.

Im Video einer Vasektomie bekommt man einen sehr guten Eindruck, wie der Eingriff aus der Nähe aussieht.

Haben Sie noch Fragen?

Sie interessieren sich für die Vasektomie und wollen genauere Informationen zum Eingriff und zum Ablauf der Behandlung? Teilen Sie uns mit, wann wir Sie erreichen können, um einen Termin für ein persönliches Informationsgespräch zu vereinbaren.